4 Blogeintrag
- Arne Kretzschmar
- 4. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Jan.
Wir sind endlich im Jahr 2026 angekommen und bis dahin hat sich viel in Peru getan.
CANAT:
In meiner haben wir am ende des Jahres viele Abschlussfeste gehabt. Wir hatten des öfteren Theaterstunden, wo eine Gruppe von Schauspielern kam, um die Kinder zu belustigen. Des weiteren werden wir im kommenden Jahr unsere Ludoteca wechseln (von Monika Zapata nach los Faiques). kurz Vo haben wir dann in CANAT die CIERRE gehabt (Schließung), wo alle Eltern mit ihren KIndern teilgenommen haben. Am ende der Cierre hat dann jede Familie einen großen Paneton bekommen (Panetone, italienische Kuchen mit Früchten oder Schokolade).
La Tortuga:
Seit kurzen hat CANAT beschlossen, dass auch la Tortuga ein offizielles Projekt sein soll. Deswegen waren wir für 3 Tage dort und haben auch dort zum ersten Mal geschlafen. Nach la Tortuga werden immer Teams bestehend aus 3 Personen geschickt, weil wir nur 3 Betten haben. Die Situation in la Tortuga ist sehr schlecht, jedes Mal wenn ich la Tortuga besuche, gibt es mehr Müll, als zuvor. Interessant ist, dass es manchen Menschen in la Tortuga gar nicht so schlecht geht, so ist es üblich dass viele Häuser zwei Stockwerke haben und auch manchmal sehr europäisch aussehen. Auch Kinder laufen mit nagelneuen Airpods herum, tragen viel Geld mit sich herum oder fahren einen neuen Squad. Das Problem in la Tortuga ist nicht ein finanzielles, es ist ein Fehlen der Bildung. Was mich sehr überrascht hat sind die Ängstlichkeit mancher Bewohner und wie stark religiös dieser Ort ist (nicht katholisch). In la Tortuga haben sich kleine Kirchen herausgebildet. Dort zu leben war sehr anstrengend für mich, da es weder fließendes Wasser noch eine Dusche gab. Doch es gab auch sehr viele schöne Momente, da das Leben dort so "einfach" ist, kann man sich sehr zügig von dieser sehr schnell drehenden Welt, die wir im Westen haben, verabschieden udn einfach mal abschalten.
Weihnachten in Piura:
Zu Weihnachten waren wir alle bei Gabi eingeladen (Ex-Chefin von CANAT). Davor haben wir noch eine Messe in einem Dorf besucht, die am Anfang ziemlich ähnlich ist wie eine Messe in Österreich oder Deutschland, aber Am Ende gab es noch ein großes Feuerwerk.
Neujahr in Peru:
Zu Neujahr wurde ich wieder zu Gabi eingeladen und wir feierten dort eine kleine Party. Ein Brauch zu Neujahr ist es sich mit Linsen zu beschütten, wenn es 24h schlägt.
Politische Lage:
Die politische Lage in Piura ist jetzt unter Kontrolle, im Moment gibt es keine Proteste. Aber man hört jetzt vor allem im Fernsehen von der Beseitigung des Präsidenten von Venezuela. Venezuela ist auch hier ein wichtiges Thema, weil es sehr viele Menschen aus Venezuela hier gibt. Es gibt nicht nur sehr viele Menschen aus Venezuela, aber mittlerweile auch eine starke Ablehnung dieser Menschen. Schon oft wurde mir von dem einen oder anderem Taxifahrer erzählt, dass Venezuelaner aggressiv, gewaltätig und kriminell ist und genau deswegen Piura unsicherer geworden ist.

Messe

Kekse, die wir in la Tortuga gebacken haben



Bilder aus la Tortuga

Puppe, die zur Silvester verbrannt wird (Ein Brauch)


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